Warum es wichtig ist, sich verteidigen zu können
Wenn wir über Sicherheit reden, denken viele zuerst an Kameras, Polizeistreifen oder Alarmanlagen. Alles richtig und wichtig – aber selten zur Hand oder in der Nähe, wenn es darauf ankommt.
Gerade die aktuellen Zahlen aus Bayern haben mich nachdenklich gemacht: 2024 wurden hier über 74.000 Körperverletzungsdelikte erfasst (Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik Bayern 2024). Runtergebrochen auf den Alltag bedeutet das: jeden einzelnen Tag über 200 Gewalttaten – auch direkt hier in unserer Region, in Landshut, in Altdorf.
Meines Erachtens erschreckend, denn diese Delikte sind nicht weit weg, wenn man bedenkt, dass Bayern eine Fläche von gut 70.000 km² hat. Diese Delikte passieren nicht nur nachts in Großstädten. Sie betreffen Orte, an denen wir alle unterwegs sind: Bushaltestellen, Straßen- und Volksfeste, Parkplätze oder Parks.
Um gleich vorweg eine eventuelle Unklarheit zu beseitigen. Bei diesen über 74.000 Körperverletzungsdelikten sind Körperverletzungen im Zusammenhang mit Unfällen im Straßenverkehr bereits abgezogen.
Sicherheit ist keine Selbstverständlichkeit
Viele Menschen leben mit dem Gefühl: „Mir passiert schon nichts.“ Und das ist verständlich – niemand will ständig über Gefahren nachdenken oder in Allem und Jedem nur das Böse sehen. Außerdem leben wir hier in Europa in einer Zeit, in der es in der Öffentlichkeit wohl nie sicherer war. Im Großen und Ganzen ist das wahr, doch im Einzelfall kann die Realität anders aussehen.
Im Jahr 2024 wurden in Bayern durchschnittlich über 200 Gewalttaten pro Tag registriert, die meisten davon schwere oder gefährliche Körperverletzungen.
Das bedeutet: Jeden Tag geraten Menschen in Situationen, in denen ein Schlag, ein Stoß oder ein Tritt ihr Leben verändern kann. Ob als Opfer, als Zeuge – oder als jemand, der eingreifen will und nicht weiß wie.
Verteidigen können heißt, Verantwortung zu übernehmen
Sich verteidigen zu können heißt nicht, dass man jeden Konflikt mit den Fäusten löst. Im Gegenteil. Wer Selbstverteidigung lernt, weiß:
Früher erkennen, wann eine Situation kippt.
Selbstbewusst auftreten, damit es gar nicht erst eskaliert.
Handeln können, wenn es unvermeidbar ist.
Das alles beginnt nicht mit Schlägen, sondern mit Haltung. Mit der inneren Sicherheit: „Ich bin nicht hilflos.“
Für andere da sein
Es geht nicht nur um dich selbst. Manchmal bist du vielleicht an der Seite eines Freundes, deines Partners, deines Kindes. Und dann ist es ein Unterschied, ob du nur hoffen kannst, dass alles gutgeht – oder ob du weißt, wie du reagieren kannst bzw. wie du dich verhalten solltest.
Sich verteidigen zu können bedeutet auch, anderen beistehen zu können. Verantwortung übernehmen – nicht nur für sich selbst, sondern für Menschen, die dir wichtig sind.
Im Zweifel kann es auch sein, dass du die Person, der du helfen möchtest, gar nicht kennst. So erging es mir selbst auch schon und ich bin sehr froh darüber, dass ich helfen konnte.
Was das mit Wing Chun zu tun hat
Wing Chun wurde entwickelt, um Menschen unabhängig von Größe oder Kraft eine realistische Chance zu geben, sich zu behaupten. Nicht, um Streit oder den Kampf zu suchen, sondern vielmehr um nicht Opfer zu werden bzw. anderen aus der Opfersituation herauszuhelfen.
Hier in Altdorf ist das keine Theorie. Die Polizeistatistik zeigt uns deutlich: Gewalt passiert jeden Tag, auch in unserer Umgebung. Die Frage ist nicht, ob sie passiert – sondern, ob du vorbereitet bist.
Schlussgedanke
Niemand sollte Angst haben müssen, nach Hause zu gehen. Doch Sicherheit fällt nicht vom Himmel. Sie beginnt bei dir – bei deinem Bewusstsein, deinem Auftreten, deinem Können. Und ähnlich wie mit dem Wissen aus einem Erste-Hilfe-Kurs hilfst du damit nicht nur dir selbst (und bist dadurch weniger auf die Hilfe anderer angewiesen), sondern kannst auch anderen helfen.
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